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Afghanistan: Zwischenfall bei Operation nördlich Kundus

Berlin/Kundus, 08.04.2011, Einstellzeit: 16 Uhr.
Im Zuge einer Operation der afghanischen Nationalarmee (ANA) waren deutsche Kräfte zusammen mit afghanischen Kräften am 7. April im Raum Kundus eingesetzt. Dabei beabsichtigte die ANA, einen Gefechtsstand nördlich von Kundus aufzubauen. Gegen 3.40 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (6.10 Uhr Ortszeit) wurden die beteiligten Kräfte der ANA und die begleitenden deutschen Mentoren von Kräften der afghanischen Sicherheitskräfte an der Einfahrt gehindert.

Karte von Afghanistan
Die deutschen Feldlager im Norden Afghanistans (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Aus Sicht der beteiligten Soldaten stellte sich die Situation so dar, als sei man umstellt worden.
Die Situation eskalierte und ein Mitarbeiter der afghanischen Sicherheitskräfte schoss auf die Kräfte der ANA und die deutschen Fahrzeuge.

Die deutschen Soldaten waren zu dem Zeitpunkt bereits auf ihre geschützen Fahrzeuge aufgesessen. Ein Dingo wurde zweimal getroffen.

Durch das sofortige Eingreifen eines Offiziers der ANA konnte die Situation entschärft werden, der Gefechtsstand wurde danach wie geplant aufgebaut.

Die betroffene ANA-Brigade hat nach derzeitigen Erkenntnissen die verursachenden afghanischen Sicherheitskräfte angewiesen, den Vorfall unverzüglich zu untersuchen. Die Hintergründe sind derzeit unbekannt, die Aufklärung des Vorfalles obliegt den afghanischen Sicherheitskräften.

Deutsche Soldaten kamen nicht zu Schaden. Weder deutsche noch afghanische ANA-Kräfte haben das Feuer erwidert. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde auch auf Seiten der afghanischen Sicherheitskräfte niemand verwundet.

Nach Abschluss der Operation verlegten alle Kräfte zurück in ihre Standorte. Es befinden sich keine deutschen Soldaten mehr in dem betroffenen Lager.

Stand: 15.34 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 20.01.12 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg

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