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Atalanta: Warnschüsse auf Piratenmutterschiff (3. Aktualisierung und Abschlussmeldung)

Berlin/Horn von Afrika, 18.01.2012, Einstellzeit: 8.10 Uhr.
Am 17. Januar gegen 8 Uhr mitteleuropäischer Zeit näherten sich der MV Flintstone zwei Boote mit hoher Fahrt. Der Pipeline-Leger befand sich an der Spitze des Horns von Afrika, etwa 150 Kilometer östlich der Insel Sokotra.


Das von der Fregatte LÜBECK verfolgte mutmaßliche Piratenmutterschiff vom Bordhubschrauber aus aufgenommen.
Das von der LÜBECK verfolgte mutmaßliche Piratenmutterschiff (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Durch die Präsenz des Sicherheitsteams der MV Flintstone an Oberdeck drehten die Boote ab und fuhren zu einem mutmaßlichen Piratenmutterschiff in der Nähe. Die deutsche Fregatte Lübeck erhielt den Auftrag das Piratenmutterschiff aufzuspüren und zu boarden.

Nach Annäherung der Fregatte an das Piratenmutterschiff und mehrfacher Aufforderung anzuhalten, reagierte die Besatzung nicht. Daraufhin gab die Fregatte Lübeck Warnschüsse zunächst vor, später in den Bug des Piratenmutterschiffs ab.

Die Besatzung des Piratenmutterschiffs meldete über Funk, dass sie über Geiseln verfüge und sich einem Boarding mit Waffengewalt widersetzen werde. Die Fregatte Lübeck stellte das Feuer ein. Sie legte sich mehrfach dem Piratenmutterschiff in den Weg, um es zu stoppen.

Die Lübeck hat jetzt den Auftrag, das Piratenmutterschiff zu begleiten. Dieses befindet sich auf dem Weg in Richtung der jemenitischen Küste.

Der Vorfall ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 7.45 Uhr

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Aktualisierung – Stand: 11.25 Uhr

Die Fregatte Lübeck verfolgt das Piratenmutterschiff weiterhin. Seit dem Sonnenaufgang setzt die deutsche Fregatte wieder verschiedene Mittel wie Warnschüsse mit Signal- und Übungsmunition ein, um das Piratenmutterschiff zum Anhalten zu bewegen.

Das Piratenmutterschiff ignoriert weiterhin alle Maßnahmen und setzt die Fahrt in Richtung der zum Jemen gehörenden Insel Sokotra fort.

Der Vorfall ist noch nicht abgeschlossen.

Einstellzeit: 11.40 Uhr

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2. Aktualisierung – Stand: 17.05 Uhr

Piratenschiff im Wasser
Piratenmutterschiff hält auf die somalische Küste zu (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im Verlauf des 18. Januar hat die Fregatte Lübeck mit Scharfschützen und mit der Bordwaffe des Bordhubschraubers gezielt das Skiff an Oberdeck des Piratenmutterschiffs beschossen. Wiederum erfolgte keine erkennbare Reaktion der Besatzung.

Elf Personen konnten an Bord des Mutterschiffs bisher gezählt werden. Das Schiff hält mittlerweile nicht mehr auf die Insel Sokotra zu, sondern hat seinen Kurs bei reduzierter Geschwindigkeit in Richtung somalische Küste geändert. Bei derzeitiger Fahrt wird es die somalische Küste in etwa drei Tagen erreichen.

Die Fregatte Lübeck hat den Auftrag, sich bis auf Weiteres in Sichtweite zum Mutterschiff zu positionieren und dies zu begleiten.

Einstellzeit: 17.15 Uhr

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3. Aktualisierung und Abschlussmeldung: Piraten geben auf. Dhau nach mehrtägiger Verfolgung durch Fregatte Lübeck frei – Stand: 20. Januar, 14.30 Uhr

In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar verließen die Piraten nach über 72 Stunden dauernder konsequenter Verfolgung durch die Fregatte Lübeck das Piratenmutterschiff. Sie stiegen auf das von ihnen zur Hilfe gerufene, bereits am 27. Dezember 2011 entführte, italienische Handelsschiff Enrico Ievoli um. Die Fregatte Lübeck konnte dieses aufgrund der Geisellage an Bord der Enrico Ievoli nicht verhindern.

Die 15-köpfige Stammbesatzung der Dhau verblieb an Bord. Die Fregatte Lübeck leistet derzeit der befreiten Besatzung an Bord der Dhau technische und medizinische Hilfe. Der Vorfall ist abgeschlossen.

Einstellzeit: 14.45 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 20.01.12 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg

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