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Operation Atalanta: Gute Raumdeckung

Djibouti, 25.09.2009.
Seit Dezember letzten Jahres beteiligt sich auch die Bundeswehr am Einsatz gegen die Piraterie vor der Küste Nordost-Afrikas. Ein Überblick und Stimmungsbericht aus Djibouti.

Die deutsche Fregatte Bremen am Pier des Hafens von Djibouti
Führungsschiff an der Pier: Die Bremen (Quelle: Bundeswehr/von Söhnen)Größere Abbildung anzeigen

Die an der afrikanischen Ostküste gelegene Hauptstadt des gleichnamigen Staates Djibouti liegt in einer der heißesten Regionen der Welt. In seinem Tiefseehafen, an der Küste vom Golf von Aden gelegen, scheinen sich die Nationen ein Stelldichein zu geben.

So teilen sich indische, türkische und deutsche Fregatten sowie japanische Zerstörer die Piers. Alle machen hier fest, um Proviant aufzunehmen und im Tanklager Doralé die Kraftstoffvorräte aufzufüllen. Der Anti-Piraterie-Einsatz Atalanta bindet seit 2008 viele Nationen in diesem Operationsgebiet, das circa 15 Mal größer als die Fläche Deutschlands ist. Aktuell beteiligen sich neben Deutschland noch Griechenland, Frankreich, Spanien, Italien, Norwegen, Belgien und die Niederlande an der Operation.

Ein arabisches Holzschiff läuft in den Hafen von Djibouti ein
Eine Dau – immer ein harmloser Handelsfahrer? (Quelle: Bundeswehr/von Söhnen)Größere Abbildung anzeigen

Das Ziel lautet, Schutz der humanitären Hilfslieferungen nach Somalia und der freien Seefahrt sowie die Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias, am Horn von Afrika und im Golf von Aden. Mit den zwei deutschen Schiffen herrscht eine „gute Raumdeckung“ vor, so der Kommandant der Fregatte Bremen, Fregattenkapitän Götz Eichberg. Doch könne eine Unterscheidung zwischen Piraten und Fischern nur mutmaßlich und an Hand von Indizien vorgenommen werden. Oftmals ließen sich diese „Geschäfte“ sogar verbinden.

Dennoch gibt es einige Hinweise, die auf Piraterie schließen lassen. So weisen Leitern im Boot auf ein beabsichtigtes Überwinden von Bordwänden hin. Mehrere Benzinkanister verlängern die Reichweite und damit den Aktionsradius. Ein zweiter Außenbordermotor steigert die Leistung und erhöht die Geschwindigkeit. Mehrere Personen im Boot eignen sich gut, um einen Überfall durchzuführen. Und Waffen im Boot sind das gewichtigste Indiz, aber leider auch das Umstrittenste. Denn laut internationalem Recht ist der Waffenbesitz nicht verboten.

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Stand vom: 25.09.2009 | Autor:

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/einsaetze/missionen/antipiraterieeinsatz%3Fyw_contentURL=%2FC1256EF4002AED30%2FW27W6FSP071INFODE%2Fcontent.jsp.html