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Briefe und Päckchen weltweit – Die Feldpost der Bundeswehr

Die Bundeswehr ist weltweit im Einsatz. Da erscheint es schwierig mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Doch bereits seit 1982 steht der Bundeswehr die Feldpost zur Verfügung. Sie erlaubt es den Soldaten ein Stück Heimat in ihr Einsatzland zu bringen.

Soldat wirft zwei Postkarten in den Briefkasten
Ein Feldpost-Briefkasten im Einsatzland (Quelle: Bundeswehr/Elbern)Größere Abbildung anzeigen

Oberfeldwebel Jürgen M. wird zu Weihnachten nicht bei seiner Familie sein können. Er ist in Afghanistan stationiert. Seine siebenjährige Tochter möchte ihrem Papa dennoch ein Weihnachtsgeschenk bereiten und ihm ein selbstgemaltes Bild schicken. Per E-Mail wollen es Mutter und Tochter jedoch nicht senden. Das ist ihnen zu unpersönlich. Also schicken sie es mit der bundeswehreigenen Post – der Feldpost.

Trotz Internet, Telefon und Mobilfunk ist die Feldpost noch immer die wichtigste, weil persönlichste, Verbindung nach Hause. Da werden Postkarten und Briefe vom Partner oder der Partnerin zu unbezahlbaren Kostbarkeiten. Das Schwarzbrot aus dem Paket der Mama gewinnt den Status einer Delikatesse, bei deren Verzehr ein Stück Heimat auf der Zunge zergeht.

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Seit fast 300 Jahren im Einsatz

Der Ursprung der deutschen Feldpost reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Bereits 1716 wurde während des Nordischen Krieges das erste preußische Feldpostamt gegründet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Organisation der Feldpost in zahlreichen Kriegseinsätzen aufgrund der gesammelten Erfahrungen ausgebaut und den Erfordernissen angepasst.

Die erste Bewährungsprobe bei der Bundeswehr bestand die Feldpost 1992 bei einem humanitären Einsatz in Kambodscha. Dort war eine Sanitätseinheit zur medizinischen Versorgung der VN-Soldaten und teilweise der Zivilbevölkerung im Einsatz. Mit den sich anschließenden Einsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan gewann sie immer mehr an Bedeutung.

Die Deutsche Post und die Feldpostorganisation der Bundeswehr arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, Feldpostsendungen von der Heimat ins Einsatzland zu befördern. Die Post stellt Bankdienstleistungen der Deutschen Post AG bereit, nimmt die Sendungen entgegen und befördert sie bis ins Einsatzland. Außerdem stellt sie Personal und postspezifisches Material zur Verfügung.

Ein Soldat schreibt im Feldpost-Container einen Brief
Briefe in die Heimat: Die Feldpost macht es möglich (Quelle: Bundeswehr/Elbern)Größere Abbildung anzeigen

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Ab die Post – So einfach geht es

Päckchen oder Brief werden mit folgender Adresse versehen:
Dienstgrad
Vor- und Nachname des Empfängers
Truppenteil oder Einheit
(Beispiel: 4. EinsKtgt Verskp)
Länderkürzel*
(Beispiel: AFG)
– Feldpost –
64298 Darmstadt

Dann wird die Sendung beim Postamt aufgegeben. Das Porto entspricht der Inlandsgebühr vom Absender bis zur Feldpostleitstelle in Darmstadt. Dort übergibt die Post Brief oder Päckchen an den Feldpostdienst der Bundeswehr. Er sorgt dafür, dass die Sendung unverzüglich und unversehrt beim Empfänger im Einsatzland ankommt.

* Länderkürzel
MLI Mali – Gao
NER Niger – Niamey
QAT Katar – Al Udeid
JOR Jordanien – Al Asrak
LTU Litauen – Rukla
MLI Mali – Koulikoro
SOM Somalia – Mogadischu
IRQ Irak – Erbil
KOS Kosovo – Prizren
KOS Kosovo – Pristina
KAB Afghanistan – Kabul
MES Afghanistan – Masar-i Scharif
SDN Sudan – El-Fasher
SSDN Südsudan – Juba

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Stand vom: 27.02.18 | Autor: Christian Luber/Susanne Lichte


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.einsaetze.ueberblick.feldpost