Polizeiausbildung in Afghanistan
Ziel des internationalen Engagements in Afghanistan ist eine selbsttragende Sicherheit. Nie wieder soll das Land zur Basis des internationalen Terrorismus werden.

Wichtiges Element hierzu ist der Aufbau leistungsfähiger afghanischer Sicherheitskräfte, denn: „Der erfolgreiche Aufbau der afghanischen Sicherheitsorgane ist die wesentliche Voraussetzung für den Abzug der internationalen Truppen
“, so das im September 2007 verabschiedete, ressortübergreifende Afghanistankonzept der Bundesregierung. Die Bundeswehr trägt hierzu bei.
Wichtiger Beitrag zur Polizeiausbildung
Zwar liegt ihr Schwerpunkt auf dem Training der neuen afghanischen Armee, doch auch bei der Ausbildung der Polizei leistet die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag.
Am 1. Mai hat sie die Anzahl der Feldjäger, die afghanische Polizisten schulen, von 30 auf 45 erhöht. Damit stellt sie derzeit rund 40 Prozent des Personals für die Polizeiausbildung und unterstützt so die Arbeit des federführenden Bundesinnenministeriums und der europäischen Polizeimission EUPOL.
Seit April 2007 hat das Feldjägerausbildungskommando ANP (Afghan National Police) mit Sitz in Masar-i Scharif rund 2.100 Polizisten trainiert. Sie sollen als Multiplikatoren bei ihren Kollegen wirken. Die Soldaten konzentrieren sich dabei in dreiwöchigen Kursen auf die Themen Eigensicherung und auf polizeiliche Basisaufgaben wie Personenkontrollen und Festnahmen.
Besondere Herausforderungen

Zudem müssen afghanische Polizisten sich täglich Herausforderungen stellen, die ihren mitteleuropäischen Kollegen befremdlich vorkommen mögen: Sie betreiben Checkpoints, sind als Streife zu Fuß unterwegs, müssen mit Karte und Kompass umgehen können und die Grundlagen der Ersten Hilfe beherrschen.
Vor allem aber: Die afghanische Polizei zahlt durch Anschläge und im Anti-Terror-Kampf einen hohen Blutzoll. Diesen hohen Anforderungen wird das Engagement der Bundeswehr gerecht: Die Feldjäger schulen vor Ort afghanische Polizisten in der gesamten Nordregion des Landes.

