Afghanistan: Deutsche Patrouille nahe Kunduz beschossen (3. Aktualisierung)
Berlin/Kunduz, 11.05.2009, Stand: 11.30 Uhr.
Am 7. Mai wurde gegen 13.30 Uhr MESZ eine deutsche Patrouille etwa fünf Kilometer westlich der Stadt Kunduz mit Hand- und Panzerabwehrwaffen (RPG) beschossen.
Die Patrouille hatte den Auftrag, den Raum westlich von Kunduz zu erkunden. An Bord der insgesamt drei Fahrzeuge vom Typ Dingo und zwei Transportpanzer Fuchs befanden sich 29 Soldaten.
Die Soldaten erwiderten das Feuer aus Maschinengewehren sowie Handwaffen und zwangen die Angreifer dadurch zum Ausweichen. Die Verfolgung der Angreifer wurde anschließend aufgenommen.
Gleichzeitig wurden durch das Regionale Wiederaufbauteam (PRT) Kunduz die Afghan National Security Forces (ANSF) zur Unterstützung angefordert und deutsche Verstärkungskräfte eingesetzt. Zusätzlich wurde Luftnahunterstützung angefordert. Diese setzte im Rahmen der Force Escalation zu einem späteren Zeitpunkt Flares ein.
Gegen 15.56 Uhr MESZ erfolgte ein erneuter Beschuss der Patrouille mit RPG aus unbekannter Richtung.
Daran schloss sich eine gemeinsame Operation deutscher ISAF-Kräfte und afghanischer Sicherheitskräfte an. Die Aktion dauerte bis in den folgenden Tag hinein; dabei wurden nach jetzigem Kenntnisstand vermutlich sieben Angreifer getötet, 14 verwundet und verhaftet. Zwei der getöteten OMF wurden durch deutsche Kräfte erschossen.
Darüber hinaus konnten mehrere Motorräder und Handfeuerwaffen durch die afghanischen Sicherheitskräfte beschlagnahmt werden.
Auf deutscher Seite gab es keine Ausfälle. Bei dem Angriff wurde ein Polizist der ANP verwundet.
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