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Abladen, Aufstellen, Trainieren: Fitness im Container

München, 04.02.2016.
Noch bis zum Sommer erprobt die Abteilung Sportmedizin der Münchener Universität der Bundeswehr den Prototypen einer mobilen Trainings- und Teststation für Soldaten.

Der 20 Fuß lange Containerrahmen ist frei stehend nutzbar, kann aber auch in eine Containeranlage integriert werden. Vielleicht wird die Truppe künftig im Standort oder im Einsatzland damit trainieren können.

Soldaten beim Sport

Mehr als eine mobile Muckibude: Sportwissenschaftler haben die Übungen und den Container entwickelt. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Lasten anheben und tragen, mit Lasergewehren die Anschlagarten und das Schießen unter körperlicher Belastung üben: Das und mehr bietet der Prototyp des Trainingscontainers der Truppe. Den hat die Abteilung Sportmedizin der Bundeswehr-Universität München im Rahmen eines Forschungsprojektes zur körperlichen Leistungsfähigkeit entwickelt und setzt ihn zurzeit auch nur für diese Forschungszwecke ein.

Die Übungsstationen haben die Sportwissenschaftler anhand von Videobeobachtungen und Analysen der Einsatzvorbereitung zusammengestellt. Ergänzen können die Soldaten das Training durch Übungen mit Tau, Sandsack/Rucksack, Schlingentrainer, Medizinball oder Schutzweste.

Das gemeinsame Training in der Gruppe, unter Anleitung eines Sportausbilders oder selbstständig, das als Zirkeltraining dreimal pro Woche jeweils für 30 Minuten stattfindet, kommt gut an. Auch die dem CrossFit ähnliche Atmosphäre mit Musik und Intervallbelastungen gefällt den Soldaten. Natürlich können entsprechend geschulte Soldaten auch allein trainieren. Für die Sportausbildung tragen die Soldaten den Sportanzug, für die Military Fitness den Feldanzug.

Grafik: Übersicht Trainingsstationen

Ein Container, viele Möglichkeiten: Beispiele für Übungen, die im Container möglich sind. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Von Juni bis November 2015 hat das Panzergrenadierbataillon 112 in Regen den Container getestet. Die ersten Ergebnisse waren bereits erfolgversprechend. Nun werden die Trainingsprogramme nochmals überarbeitet. Ein zweiter Durchgang in der Truppe ist ab März 2016 geplant. An der Ausleihe des Prototyps haben schon einige Dienststellen Interesse bekundet.

Im Sommer läuft das Forschungsprojekt der Universität aus. Dann wird sich zeigen, ob derartige Fitness-Container die Trainingseinrichtungen der Bundeswehr in den Standorten oder im Einsatz künftig ergänzen können.

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Stand vom: 04.02.16 | Autor: Gabriele Vietze


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