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Fragen und Antworten zu SALIS


Was heißt SALIS?

Hinter dem Akronym steckt die Strategic Airlift Interim Solution, also die Übergangslösung für den strategischen Lufttransport.

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Warum SALIS?

Der von der NAMSA als Vertragshalter mit der Firma Ruslan SALIS GmbH Anfang 2006 verhandelte und durch die Teilnehmer grundsätzlich gebilligte Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren. Damit haben 18 NATO und EU Staaten eine wichtige Fähigkeitslücke, den Lufttransport schwerer und übergroßer Güter über weite Entfernungen, mit Blick auf weltweite militärische und humanitäre Einsätze geschlossen.

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Welche Nationen sind beteiligt?

Neben Kanada folgende 17 europäischen Staaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Beobachterstatus haben Spanien und die Türkei.

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Warum beteiligt Deutschland sich daran?

Deutschland hat sich als Mitglied der NATO und der EU verpflichtet, einen seinem politischen und wirtschaftlichen Gewicht angemessenen militärischen Beitrag zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu leisten. Deutschland benötigt zur Unterstützung der nationalen Handlungsfähigkeit eigene Mittel zur strategischen Verlegefähigkeit, um sie insbesondere bei Beteiligungen im Rahmen von Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, bei in nationaler Verantwortung durchzuführenden Rettungs- und Evakuierungseinsätzen sowie für Hilfeleistungen einsetzen zu können.


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Wie funktioniert SALIS?

Die Transportleistungen erbringt ein ziviler Partner, die Ruslan SALIS GmbH mit Sitz in Leipzig. Die an SALIS beteiligten Nationen haben je eine Anzahl jährlicher Flugstunden erworben, die sie dann im Rahmen Ihrer strategischen Planungen einsetzen können. Der damit verbundene Koordinierungsprozess findet zwischen der anfordernden Nation, dem dafür verantwortlichen SALCC und Ruslan SALIS statt.

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Wie werden die Flugstunden genutzt?

Deutschland nutzt SALIS für die Verlegung von Material in neue Einsatzgebiete (Beispiel: Kongo in 2006), die Verlegung und den Austausch von Großgerät (Beispiel: Hubschrauber des Typs CH-53 nach Afghanistan) in bestehende Einsatzgebiete sowie die Verlegung von Großgerät für Übungen und für Hilfseinsätze (Beispiel: Erdbebenhilfe in China 2008).

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Welche Maschinen stehen zur Verfügung?

Ruslan SALIS nutzt Großraum-Transportflugzeuge des Typs Antonov AN-124-100 mit einer Nutzlast von 120 Tonnen. Der Vertrag umfasst den garantierten Zugriff auf zwei AN-124-100 auf dem Flughafen Halle-Leipzig und den gesicherten Zugriff auf vier weitere AN-124-100 in sechs beziehungsweise neun Tagen.

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Wie lang gilt der Vertrag?

Der SALIS-Vertrag trat am 23. Januar 2006 in Kraft und wurde für zunächst drei Jahre geschlossen. Er ist nun für weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2010 verlängert worden.

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Wie hoch ist der deutsche Anteil?

Deutschland hat Anspruch auf jährlich 651 vollfinanzierte und 912 teilfinanzierte Flugstunden. Die Kosten belaufen sich dabei pro Jahr auf 20,345 Millionen Euro.

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Stand vom: 03.12.13


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