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MINUSMA: Gefährlicher Einsatz für den Frieden

Mit rund 11.000 Blauhelmsoldaten und sowie Polizisten und Zivilpersonal will die UN-Mission MINUSMA zur Stabilisierung Malis beitragen. Die Soldaten haben ein robustes Mandat, das auch den Einsatz von Waffen erlaubt. Die Bundeswehr kann sich mit bis zu 1.100 Soldaten an MINUSMA beteiligen.

Karte zeigt Mali
Aufgrund seiner Lage ist Mali ein Schlüssel- und Transitland im Norden Afrikas. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Mali, einst eine afrikanische Vorzeige-Demokratie, stürzte nach einem Militärputsch, bewaffneten Unruhen und dem Vormarsch militanter Islamisten aus dem Norden des Landes ins Chaos. Mitte 2015 haben die Konfliktparteien ein Friedensabkommen unterzeichnet. Dessen Einhaltung zu überwachen und seine Umsetzung zu begleiten, ist der Kernauftrag von MINUSMA. Für die Blauhelme ist dieser Auftrag nicht ohne Risiken: Der Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Mission weltweit.

Anfangs beschränkte sich der Beitrag der Bundeswehr zu MINUSMA vor allem auf Stabspersonal, Verbindungsoffiziere sowie Flugzeuge zum Transport und zur Luftbetankung. Am 28. Januar 2016 beschloss der Bundestag aber auf Antrag der Bundesregierung eine erste Verstärkung des deutschen Engagements.

Zusätzlich zu den bisherigen Kräften hat die Bundeswehr dann eine verstärkte gemischte Aufklärungskompanie entsandt, die mit unbemannten Drohnen und Spähpanzern des Typs Fennek ausgerüstet ist. Hinzu kommen vor allem Objektschützer, Versorger und Fernmelder.

Am 26. Januar 2017 hat der Bundestag das Engagement der Bundeswehr in Mali erneut erweitert: Transporthubschrauber des Typs NH-90 und Kampfhubschrauber des Typs Tiger schließen eine Fähigkeitslücke, die der Abzug niederländischer Kräfte sonst hinterlassen hätte. Die Transporthubschrauber dienen vor allem der Rettung Verwundeter und Verletzter, die Kampfhubschrauber dem Schutz der eigenen Truppe. Der Einsatz der deutschen Hubschrauber soll im Sommer 2018 enden.

Das deutsche Kontingent bei MINUSMA darf bis zu 1.100 Soldaten und Soldatinnen umfassen. Der Bundestag hat das Mandat hierfür zuletzt am 26. April bis zum 31. Mai 2019 verlängert.


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Stand vom: 27.06.18 | Autor: Frank Bötel


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.einsaetze.mali.minusma