Verstärkung Air Policing Baltikum

Bei der NATO-Mission Verstärkung Air Policing Baltikum unterstützt die Bundeswehr seit 2014 die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
Deutschland beteiligt sich jährlich für acht Monate an einem streitkräftegemeinsamen Einsatzkontingent.

Zwei Eurofighter stehen in einem Shelter in Ämari. Im Vordergrund sind zwei Pilotenhelme auf dem Boden zu sehen.
Bundeswehr/Michael Scheller

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Die Mission des NATO Baltic Air Policing

Die Mission des NATO Baltic Air Policing (BAPBaltic Air Policing) trägt seit dem Jahr 2004 als kollektive und defensive Maßnahme zu Friedenszeiten dazu bei, den Schutz der Integrität des baltischen Luftraums zu gewährleisten. Denn die betroffenen Staaten verfügen selbst nicht über die dazu nötigen Mittel, um die Luftraumsicherheit über ihrem Territorium zu gewährleisten. 

Darüber hinaus trägt der Einsatz zur Erhöhung der Flugsicherheit im angrenzenden internationalen Luftraum über der Ostsee bei. Ziel ist die Gewährleistung einer einheitlichen Sicherheit im NATO-Luftraum und die Unterstützung der baltischen Staaten bei der Wahrung ihrer nationalen Souveränität.

Die Bundeswehr beteiligt sich bereits seit 2005 an der NATO Baltic Air Policing Mission durch Entsendung von Jagdflugzeugen – zunächst mit der F-4F Phantom II, seit 2009 mit dem Waffensystem Eurofighter. Seit 2014 leistet die Bundeswehr unter Führung der Luftwaffe jährlich mit einem Kontingent durchhaltefähig ihren Beitrag zu der Verstärkung des Air Policing Baltikum (VAPB). Im September 2020 wird Deutschland erneut ein Einsatzkontingent zur Mission VAPB entsenden. 

Ein deutscher Eurofighter mitten im Startverfahren

Die Bundeswehr beteiligt sich alljährlich an der Mission Verstärkung Air Policing Baltikum zur Sicherung des Luftraumes über den drei baltischen Staaten

Bundeswehr/Jana Neumann

Die Mission – erstmalig in allen drei baltischen Staaten

Seit dem Beitritt der drei baltischen Staaten, Estland, Lettland und Litauen, zum NATO-Verteidigungsbündnis im Jahr 2004 schützt die NATO den Luftraum im Nordosten der Allianz, da alle drei Staaten nicht über hierzu erforderlichen fliegenden Waffensysteme verfügen. Deutschland beteiligte sich erstmalig im Jahr 2005 an der Mission und hat seitdem elf Mal daran teilgenommen. Dadurch ist die Bundeswehr und insbesondere die Luftwaffe einer der wichtigsten Truppensteller und unterstreicht kontinuierlich die verlässliche Partnerschaft mit Estland, Lettland und Litauen.

Übersichtskarte von VAPB 2020/2021

Übersichtskarte von VAPB 2020/2021

Bundeswehr/Jessica Härter

Von 2004 bis 2014 wurde das Air Policing im Rahmen des BAPBaltic Air Policing ausschließlich vom litauischen Luftwaffenstandort Siauliai aus durchgeführt. Aufgrund der Verschärfung der sicherheitspolitischen Lage im Zuge der Annexion der Krim durch Russland im März 2014 und der besonderen Bedrohungswahrnehmung der baltischen Staaten wurde das Air Policing als eine der Rückversicherungsmaßnahmen (Assurance Measures) im Nachgang zum NATO-Gipfeltreffen in Wales intensiviert. Somit wird seit 2014 zusätzlich der militärische Flughafen im estnischen Ämari, westlich der Hauptstadt Tallinn, im Rotationsverfahren durch Einsatzkontingente der NATO-Bündnispartner genutzt, um eine Verstärkung des Air Policing Baltikum (VAPB) zu gewährleisten. Deutschland beteiligt sich hierbei alljährlich unter Führung der Luftwaffe mit einem streitkräftegemeinsamen Einsatzkontingent von bis zu sechs Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter.

Eine A 400 M mit ausgefahrenem Betankungsschlauch bei der Luftbetankung von vier Eurofightern.

Bereits zum Ende des letzten deutschen Engagements VAPB im April 2019 fanden gemeinsame Übungsflüge mit der britischen Royal Air Force statt. Unter anderem auch Luftbetankungsübungen an einem deutschen A 400 M.

Bundeswehr/Archiv Luftwaffe

Der Auftrag - im Jahr 2020 deutlich komplexer

Deutschland hat im Jahr 2020 zusätzlich einen verlegefähigen Luftverteidigungsgefechtstand (Deployable Control and Reporting Centre, DCRC) erfolgreich in die Mission VAPB integriert. Für das Team des DCRC war die Region jedoch kein Neuland: Bereits in 2016 und 2017 war der Gefechtsstand für jeweils drei Monate am Standort Lielvarde in Lettland eingesetzt. Im Jahr 2020 hat das DCRC am Standort Siauliai (Litauen) von Ende August bis Ende November für circa drei Monate seine temporäre Heimat gefunden.

Ergänzend waren Anteile des DCRC am Standort Skede (Lettland) und in Ämari (Estland) stationiert. Hierdurch konnte die taktische Führungsfähigkeit innerhalb der Mission erhöht und zusätzlich Ausbildungsmaßnahmen für das Flugführungspersonal der drei stationären regionalen Control and Reporting Centre (CRC) in Tallinn, Lielvarde und Karmelava durchgeführt werden. Um diesen komplexen Gesamtauftrag schultern zu können, begann bereits im August 2020 die Verlegung der ersten Soldatinnen und Soldaten von insgesamt rund 260 zivilen und militärischen Angehörigen der Bundeswehr in den Nordosten Europas. Beenden wird das deutsche Einsatzkontingent seinen Auftrag Ende April 2021.

Kontignentführer des Deutschen Einsatzkontigentes

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