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Kosovo: deutsche Soldaten verwundet (abschließende Meldung)

Pristina, 28.11.2011, Einstellzeit: 13.45 Uhr.
Am 28. November gegen 9 Uhr hatte KFOR Kräfte des ORF-Bataillons im Raum Zupce im Einsatz, um eine Straßensperre zu räumen. Im Verlauf der Operation formierte sich eine große Anzahl von Demonstranten, die zunehmend gewalttätigen Widerstand leisteten. Die KFOR-Kräfte wurden zunächst mit Steinen beworfen und bedrängt, woraufhin nichtletale Wirkmittel eingesetzt wurden.


Karte des Kosovo

Die gemeinsamen Verantwortungsbereiche der Kosovo Force (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im weiteren Verlauf wurden die KFOR-Kräfte vermutlich mit Handfeuerwaffen beschossen. Dabei wurden nach jetzigem Kenntnisstand zwei deutsche Soldaten verwundet. Die betroffenen Soldaten wurden unverzüglich medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung ins Feldlager Novo Selo verbracht.

Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 12 Uhr

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1. Aktualisierung: 28. November, 18.50 Uhr

Die beiden deutschen KFOR-Soldaten, die bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen am 28. November gegen 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit im Raum Zupce durch Schüsse aus Handwaffen verwundet wurden, befinden sich im deutschen Einsatzlazarett in Prizren zur weiteren Behandlung. Ihr Zustand ist stabil, es besteht keinerlei Lebensgefahr. Beide Soldaten konnten ihre Angehörigen selbst benachrichtigen und die Heimatverbände stehen darüber hinaus in Kontakt mit den Angehörigen.

Die Lage ist nicht ruhig, der Vorgang nicht abgeschlossen.

Einstellzeit: 29. November, 8.10 Uhr

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2. Aktualisierung: 28. November, 21.16 Uhr

In den frühen Abendstunden des 28. November kam es an der bereits heute Morgen gemeldeten Straßensperre nördlich Zupce erneut zur Ansammlung einer größeren Menge von Demonstranten und zum gewaltsamen Vorgehen gegen die dort eingesetzten KFOR-Kräfte. Auch deutsche Soldatinnen und Soldaten des ORF-Bataillons waren vor Ort. Zahlreiche Demonstranten drängten auf die KFOR-Kräfte ein und warfen mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandflaschen.

Mehrere KFOR-Soldaten wurden im Rahmen dieser erneuten Gewalteskalation in unterschiedlicher Schwere verwundet. Derzeit kann keine Aussage über die Nationalität der Verwundeten getroffen werden. Die sanitätsdienstliche Versorgung der Verwundeten erfolgte unverzüglich.

Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

Einstellzeit: 29. November, 8.20 Uhr

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3. Aktualisierung: 29. November, 11.45 Uhr

Im Rahmen der erneuten Gewalteskalation wurden insgesamt 17 weitere deutsche KFOR-Soldaten leicht und weitere 11 KFOR-Soldaten anderer Nationen leicht bis schwer verwundet. Unter den zwei, bereits am Vormittag mittelschwer verwundeten Soldaten befindet sich auch der deutsche Kommandeur des Operational Reserve Forces (ORF) Bataillons.

Alle Verwundeten werden in den Feldlagern Bondsteel, Novo Selo und Prizren sanitätsdienstlich behandelt. Der Zustand aller verwundeten deutschen Soldaten ist stabil. Im Verlauf der Nacht zum 29. November ist die Lage an der Straßensperre nördlich Zupce ruhig geblieben. Es sind weiterhin Demonstranten vor Ort.

Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

Einstellzeit: 11.55 Uhr

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Abschließende Meldung: 30. November, 11 Uhr

Die Lage an der Straßensperre nördlich von Zupce hat sich beruhigt. Die Anzahl der Kosovo-Serben vor Ort ist auf das übliche Maß in Höhe von 30 bis 50 Personen zurückgegangen.

Alle 30 verwundeten KFOR-Soldaten wurden medizinisch versorgt. Die beiden verwundeten deutschen Soldaten, die am Vormittag des 28. Novembers Schussverletzungen erlitten, wurden heute früh operiert. Ihr Zustand ist stabil. Den übrigen leicht verwundeten Soldaten geht es den Umständen entsprechend gut. Fünf Soldaten sind bereits zur Truppe zurückgekehrt.

Die Untersuchungen dauern an. Der Vorgang ist abgeschlossen.

Einstellzeit: 11.15 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg


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