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Überblick: Fliegende Radarstationen – das System AWACS

Berlin, 10.02.2016.
Hinter dem Kürzel AWACS Airborne Early Warning and Control System – verbirgt sich die luftgestützte Überwachungsflotte der NATO. Deutschland trägt maßgeblich zur Einsatzbereitschaft dieses ganz besonderen Verbandes bei: Ein Drittel der Besatzungsmitglieder sind Soldaten der Bundeswehr.

AWACS im Flug

AWACS in seinem Element (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Überblick und Geschichte

Die unbewaffneten Flugzeuge basieren auf der Boeing 707 und sind wegen ihrer charakteristischen pilzförmigen Radarhaube auf dem Rumpf klar zu erkennen. 1980 aufgestellt, sollte die fliegende Frühwarnflotte die Fähigkeit der NATO zur Luftverteidigung verbessern. Entsprechend sind die Maschinen ausgestattet.

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Quelle: bwtv, Archivbeitrag

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Fähigkeiten und Grenzen

Das Radar und die moderne Technik im Inneren können ein weiträumiges Luftlagebild erstellen: Sie erfassen alle in Radarreichweite befindlichen Luftfahrzeuge, identifizieren diese und stellen sie auf Bildschirmen dar. Diese Informationen können elektronisch an alle anderen Nutzer des Luftraums weitergeben werden, die technisch entsprechend ausgestattet sind.

AWACS kann also den Luftverkehr koordinieren und bei Bedarf entflechten. Quasi als Relaisstation in großer Höhe können die Maschinen auch als Kommunikationsknotenpunkt fungieren. Militärische Operationen aus der Luft, beispielsweise Rettungsaktionen oder den Luft-Boden-Einsatz, kann AWACS nur begrenzt unterstützen – beispielsweise durch die Kontrolle der Flugbewegungen.

Ziele am Boden kann die Technik der Maschinen nicht erfassen und diese folglich Kampfjets oder Hubschraubern auch nicht zuweisen. Außerdem hat AWACS keine Kameras zur Erstellung von Luftbildern.

Drei Mitglieder des Awacsteams mit Kopfhörern bei der Arbeit

Moderne Technik in der Boeing (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

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Verband und Besatzung

Die AWACS-Systeme der NATO sind in Geilenkirchen, nahe der niederländischen Grenze stationiert. Der Verband hat 16 Einsatzflugzeuge, nachdem eine Maschine 2015 aus Kostengründen stillgelegt wurde. Eine Besatzung besteht aus 16 Spezialisten vom Piloten bis zum Einsatzleiter. Die Soldaten kommen aus 15 Staaten des Bündnisses, geflogen wird mit national gemischten Besatzungen.

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Stand vom: 10.02.16 | Autor: Frank Bötel


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