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Afghanistan: Sprengstoffanschlag in Talokan (5. Aktualisierung)

Berlin/Talokan, 28.05.2011, Einstellzeit: 19.30 Uhr.
Am 28. Mai gegen 14.10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (16.40 Uhr afghanischer Ortszeit) wurde auf den Gouverneurspalast in Talokan ein Sprengstoffanschlag verübt.


Karte von Afghanistan

Die deutschen Feldlager im Norden Afghanistans (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind zwei deutsche Soldaten gefallen. Drei deutsche Soldaten, darunter der Kommandeur des Regionalkommandos Nord, Generalmajor Markus Kneip, wurden verwundet. Die medizinische Versorgung wurde eingeleitet.

Stand: 16 Uhr

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Aktualisierung – Stand: 20.40 Uhr

Nach neuesten Informationen wurden bei dem Anschlag fünf deutsche Soldaten verwundet (4 leicht und 1 schwer).

Zum Zeitpunkt des Anschlags befand sich eine hochrangige deutsch-afghanische Delegation zu Gesprächen im Gouverneurspalast. Vermutlich wurde der Angriff von mehreren Selbstmordattentätern durchgeführt.

Die Verwundeten wurden zunächst mit Hubschraubern zur weiteren medizinischen Versorgung in das Rettungszentrum des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kundus ausgeflogen. Vier Soldaten wurden zwischenzeitlich in das Einsatzlazarett Masar-i Scharif verlegt, einer kehrte zu seiner Einheit zurück.

Bei dem Anschlag wurden noch weitere Menschen getötet und verletzt, wobei die Zahlen bisher noch nicht bekannt sind.

Einstellzeit: 21.20 Uhr

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2. Aktualisierung – Stand: 29. Mai, 9 Uhr

Die Angehörigen aller gefallenen und verwundeten Soldaten wurden im Laufe des gestrigen Abends informiert.

Bei den Gefallenen handelt es sich um einen 43-jährigen Major aus dem Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun und einen 31-jährigen Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover. Sie wurden am 28. Mai per Hubschrauber von Kundus nach Masar-i Scharif geflogen.

Einstellzeit: 10.15 Uhr

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3. Aktualisierung – Stand: 12 Uhr

Die zwei gefallenen Soldaten werden am Montag, 30. Mai, gemeinsam mit dem am 25. Mai nahe Kundus gefallenen Soldaten nach Deutschland überführt. Über den Verbleib der Verwundeten ist noch nicht entgültig entschieden. Generalmajor Markus Kneip wird im Einsatzland bleiben. Eine Aussage zum Zustand der schwer verwundeten Patientin kann derzeit nicht getroffen werden.

Einstellzeit: 12.15 Uhr

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4. Aktualisierung – Stand: 30. Mai, 12 Uhr

Der Gesundheitszustand der schwer verwundeten Soldatin ist stabil. Sie und drei weitere leicht Verwundete werden am 31. Mai zur weiteren umfassenden medizinischen Untersuchung nach Deutschland verlegt – darunter auch der Kommandeur des Reginalkommandos Nord, Generalmajor Markus Kneip. Derzeit wird davon ausgegangen, dass Kneip nach rund drei Wochen ins Einsatzland zurückkehren wird.

Während der Abwesenheit von Generalmajor Kneip werden sowohl das deutsche Einsatzkontingent ISAF als auch das Regionalkommando Nord im Rahmen der für solche Abwesenheiten etablierten Vertretungsregelung durch Brigadegeneral Dirk Backen geführt. In Deutschland ist Backen Kommandeur der Panzerbrigade 21 in Augustdorf.

Entgegen der bisherigen Informationen wurde ein weiterer deutscher Soldat leicht verwundet, sodass sich die Anzahl auf insgesamt sechs Verwundete erhöht hat.

Die beiden deutschen Gefallenen werden zusammen mit dem am 25. Mai gefallenen Soldaten am 30. Mai im Lufttransport nach Deutschland überführt.

Die zentrale Trauerfeier für den Gefallenen vom 25. Mai sowie die zwei Gefallenen vom 28. Mai findet in Abstimmung mit den Angehörigen am 3. Juni in Hannover statt. Einzelheiten hierzu folgen in einer gesonderten Pressemitteilung. Die Trauerfeier in Stadtallendorf am 1. Juni entfällt.

Einstellzeit: 12.15 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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5. Aktualisierung – Stand: 30. Mai, 17.15 Uhr

Aus afghanischen Sicherheitskreisen wurde verlautbart, dass es sich bei dem Anschlag in Talokan nicht um einen Selbstmordanschlag gehandelt habe, sondern um eine fern gezündete Bombe. Dieses Bild deckt sich mit ersten Erkenntnissen, die am Ort des Anschlages durch Fachpersonal von ISAF durchgeführt wurden.

Nach ersten, vorläufigen Untersuchungen ist nun davon auszugehen, dass es sich mit größter Wahrscheinlichkeit nicht um einen Selbstmordattentäter handelte, sondern um eine fern gezündete, hochexplosive Sprengstoffladung, die mit „Kugellagerkugeln“ versetzt und an einer Mauer im Gebäude „platziert“ war.

Die Brände im Gebäude sind wahrscheinlich durch die Explosion in einem hinter der Mauer liegenden Lagerraum entstanden.

Weiterhin liegen Hinweise vor, dass der regional zuständige Kommandeur der Afghan National Police (ANP), Generalmajor Daud, Ziel dieses Anschlages gewesen sein soll.


Einstellzeit: 17.40 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Presse- und Informationsstab


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